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Quantensichere Verschlüsselung

Quantensichere Verschlüsselung ist so entworfen, dass sie Angriffen künftiger Quantencomputer standhält. Sie läuft auf gewöhnlichen Computern und soll RSA und ECC ablösen, die ein großer Quantencomputer brechen könnte.

Was ist quantensichere Verschlüsselung?

Quantensichere Verschlüsselung, auch Post-Quanten-Kryptografie oder PQC genannt, bezeichnet Verschlüsselungsverfahren, die Angriffen künftiger Quantencomputer standhalten. Die Verfahren laufen auf gewöhnlichen Computern und sollen RSA und ECC ablösen.

Warum sie gebraucht wird

  • RSA und ECC sind gegen normale Computer sicher. Ein ausreichend großer Quantencomputer könnte sie jedoch brechen.
  • Angreifer können verschlüsselte Daten schon heute abfangen und speichern, um sie zu entschlüsseln, sobald Quantencomputer verfügbar sind. Dieses Muster heißt „Harvest now, decrypt later“.

So funktioniert sie

  • Die Verfahren beruhen auf mathematischen Problemen, die sowohl für klassische Computer als auch für Quantencomputer schwer sind, zum Beispiel Probleme auf hochdimensionalen Gittern.
  • Im August 2024 hat NIST die ersten Verfahren standardisiert: FIPS 203 für den Schlüsselaustausch sowie FIPS 204 und FIPS 205 für digitale Signaturen.

Gemischte Verschlüsselung

Weil die neuen Verfahren noch relativ jung sind, werden klassische und quantensichere Verfahren häufig kombiniert. Ein Angreifer muss dann beide brechen.

Einsatz in HCL Notes und Domino

  • Notes und Domino nutzen RSA an mehreren Stellen: in der Notes ID jedes Benutzers, im Datenverkehr zwischen Client und Server, in verschlüsselter Mail und in TLS.
  • Domino 2026 enthält eine OpenSSL Version, die die neuen Verfahren unterstützt. Aktiviert sind sie noch nicht. HCL plant die ersten Schritte für Domino 2027.

Zeitplan

  • Die EU erwartet, dass Systeme mit hohem Risiko bis Ende 2030 quantensicher sind und übrige Systeme nach Möglichkeit bis 2035.
  • NIST will RSA und ECC bis 2035 vollständig außer Dienst stellen.

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